Mittwoch, 27. Mai 2009

Getrieben

Montag, 25. Mai 2009

“erreichen” (Parabel)

Quelle: http://www.nfb.ca/

Dienstag, 19. Mai 2009

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Donnerstag, 14. Mai 2009

Stiller Abgang

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Da stehe ich nun. Nachdenklich und nass bis auf die Knochen. Nur einen Augenschlag entfernt von dieser undurchsichtigen Fremden. Sie wirkt so abwesend. Ich schaue am Seeufer des Parks dem Nachwuchs der Kanadagänse zu, und lamentiere über mein Leben. Ich könnte schwören, ich kann noch immer den Regen auf ihren Schirm prasseln hören.

Ein Gewitter zieht auf. Am Horizont zuckt ein Blitz. Wenige Augenblicke später hört man den Ohrenbetäubenden Lärm des Donners. Ich spüre den Knall bis in den Magen. Die Gänse und Enten flattern aufgeschreckt über die Wasseroberfläche.

Ich sehe mich um. Wo ist sie? Gerade noch standen wir hier und ordneten unsere Gedanken. Atmeten durch. Brachten uns in die Welt zurück. Das Gewitter kommt näher und es strömt nun wie aus Eimern. Warum, war ich hierhingekommen? Eine klaren Kopf wollte ich finden, und fand doch, was ihn vernebelt. Ich schlage meine Kapuze nach hinten und sehe hoch in den Himmel. Den milden Regen auf meinem Gesicht.

Erstaunlich, dass man derart berührt werden kann. Von Begegnungen, die doch keine zu sein scheinen. Von Fremden, die man doch zu kennen glaubt. Und von Widersprüchen, die man so nie schätzen können wird.

Samstag, 9. Mai 2009

Vom Suchen und Finden

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Ein milder, verregneter Nachmittag im Mai. Ich schlage meine Kapuze über und ziehe die Tür hinter mir zu. Ein paar Schritte an der frischen Luft machen den Kopf frei.

Ich schlendere etwas vor mich hin. Ich muss mich erden. Mich einige Momente lang suchen und sammeln.

Im nahe gelegenen Park haben dieses Jahr die Kanadagänse Nachwuchs. Das wird mich auf andere Gedanken bringen.

Ist nicht weit. Schön ruhig ist’s hier. Sicher wird außer mir niemand so dumm sein bei dem Wetter eine Runde durch den Park zu drehen. Ideale Voraussetzungen um ans Denken zu kommen.

Verdammt, wo ist die Zeit geblieben? Noch gestern glaubte ich, heute würde alles gut. Teufel auch! Das war nicht gestern sondern vor 15 Jahren! Was stimmt mit jemandem nicht, der mit Mitte Dreißig immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist? Die ständigen Mitleidsbekundungen in Form von Einladungen im Kreise der Freunde und ihren Familien kann auf Dauer ganz schön ermüdend sein.

Ich bleibe am Seeufer stehen und lasse den Blick über die vom Regen gebrochene Wasseroberfläche wandern. Ich atme tief ein. Und da sind auch die Kanadagänse mit ihren Kleinen. Sind hübsch anzusehen.

Während ich meinen Augen Auslauf gewähre, im Augenwinkel eine Gestalt. Eine Frau. Die muss verrückt sein, bei dem Wetter den Gänsen zuzusehen. Denk ich so. Ich beginne sie zu beobachten. Sie wirkt nachdenklich. Was mag das für ein Mensch sein? Was für ein Leben führt sie? Wieso in drei Teufels Namen steht sie hier allein? Ich kann hören wie der Regen auf ihren Schirm prasselt und ziehe meine Kapuze zurecht. Sie steht einfach nur da. Komisch. Je länger ich sie ansehe, desto mehr beginne ich sie zu mögen. Ich versuche mir vorzustellen, wer sie ist.

Ich weiß nicht wie sie klingt, aber ich mag ihre Stimme. Ich kann ihr Lächeln von hier nicht erkennen, doch ihr Lachen würd’ ich sicher lieben. Mir läuft der Regen durch die Kapuze und den Rücken runter.

Man sucht sich selbst…und findet etwas ganz anderes.

Sonntag, 29. März 2009

Freitag, 27. März 2009

Sneak Preview

NE OBLIVISCARIS

Lies den ersten Entwurf meiner Geschichte “NE OBLIVISCARIS” (Arbeitstitel: “Tot und lebendig”)

HANDLUNG: Ein Professor für forensische Psychologie mit schottischen Wurzeln will vor seinem Ruhestand noch ein Buch über das Wesen des Bösen schreiben. Will aber als persönliche Herausforderung auch einen völlig neuen Fall mit in das Buch aufnehmen.

Er trifft sich also in einer kleinen mexikanischen Cantina mit seinem alten Freund und Kollegen Dr. Sonofabic (is klar? Son-of-a-bitch). In der gleißenden Hitze der Mittagssonne sieht er dann seinen alten Gefährten und Vertrauten die staubige Straße zur Cantina hoch schnaufen. Ein stark adipöser Zigeuner mit Backenbart und dem Mut zu neurologischer Forschung mit Mitteln, die ihm niemals fragwürdig genug sein können.

Nachdem sie durch Hinweise und Geschehnisse dem scheinbar personifizierten Bösen immer näher zu rücken scheinen, wechselt die Perspektive in die des vermeidlich Bösen. Bloß ein paar Tage aus dem Leben des Unheilvollen. Ein bisschen Schulden eintreiben. Hier und da ein Freund, der im Scheinwerferlicht seines alten Mercurys am Rande einer schicksalhaften Straße verscharrt werden soll. Dann aber doch kurzerhand in Onkel Porkys alten Schrottpresse entsorgt wird. „Der Teufel soll mich holen, wenn ich wegen Dir ins Schwitzen komme, alter Freund.“

Aber ist das alles böse? Oder nicht doch bloß ein ganz normaler Tag? Zum Teufel! Wer weiß das schon?

Donnerstag, 26. März 2009

Simpel

Nur einen Sinn birgt das Leben:

Die Gabe frei zu geben,

insbesondere. Und allgemein:

Einfach Mensch zu sein.

Mittwoch, 25. März 2009

Flatterhaft

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Wie strömende Fliegen surren Worte aus Euren nebeligen Gesichtern. Wie schwärmende Insekten, harmlos wie nervend. Schreiendes Summen hüllt mich in Schweigen und verschluckt die Zeit. Meine Zeit nämlich. Denn die Eure fliegt dahin, vogelfrei in Euren schamlosen Worten nicht enden wollenden Lärms. Ström, schwärm, summ! Ihr ersprecht mich! Ihr Fliegenfabriken! Ach wäre ich doch auch so frei! Dann flöge ich davon. Den Fliegen, Euch, der Zeit, mir. Natürlich müsste ich aufpassen, dass mich die Wolke Eurer erdrückenden Harmlosigkeiten nicht mitreißt. Wäre das erst einmal geschafft, dann flöge ich so schnell und so weit mich meine Worte nur tragen. Irgendwo würde ich mich dann auf einer Blume niederlassen. Vielleicht neben einem Schmetterling. Fast wie eine Fliege mit prächtigen Farben sieht der aus. Nur viel sympathischer. Der sagt kein einziges Wort. Sitzt nur da, genießt die Sonne und faltet lieblich säuselnd seine Farben zusammen und wieder auseinander. Wie ein Fächer unschuldiger Eitelkeit. Wie ein Kind, das sich entdeckt. Bunt und klar. Wir reden nicht. Aber ich mag ihn irgendwie. Also falte ich auch ein bisschen die Farben, zumindest die, die ich kenne. Nur so! Als Gruß an den lieben Herrn Nachbarn. Doch da! Strahlend faltend und flatternd fliegt er davon. Nimmt mir mit einem Schlag seine gleißende Pracht. Wie gewonnen, so zerronnen! Auf Wiedersehen lieber Freund der Farben! Schade! Sein Schwinden blendet mich. Ich war ihm wohl zu laut?! Ich kenn das selbst! Also wer kann es ihm verdenken?

Mittwoch, 18. März 2009

Geh nie zum Wahn

Ein Dichter, der viel schrieb,
es Richtung Wahnsinn trieb.
Gleich was erlebt oder gemacht,
nie war es das was mal erdacht.
Mit Silben schien er virtuos.
Fielen förmlich in den Schoss.
Am Leben aber nicht vergnügt,
so sehr er auch darum bemüht.
Will nicht länger sich verletzten,
und selbst ein Lebensende setzen.
Just zum Mute hin geschleppt,
braucht für Gift er ein Rezept.
Falls er von einer Brücke springt,
die Höhe ihm nur Zittern bringt.
Als einen Baum endlich gefunden,
bekommt er Knoten nicht gebunden.
Eine Kugel hat ihn nie getroffen.
Er in Worten selig ist ersoffen.